Meine Magenbypass Operation und wie es mir damit geht!

Wenn ihr nun einen Bericht darüber lesen wollt….
Machts euch einfach und schaut doch mein Video dazu!
Einfach auf meinen Kanal Fledermausmama bei YouTube und los geht´s =)

Advertisements

Würdest du deine Vergangenheit ändern wenn du könntest?

Ich könnte kurz und bündig mit Ja antworten. Da gibt es vieles was ich bereue oder anders machen würde. Fehler die ich berichtigen wollen würde.
ABER!

Inzwischen ist meine Antwort eher Nein! Ich würde nichts anders machen. Nicht weil ich das passierte nicht mehr schlimm finde und nicht mehr bereue. Aber wo wäre ich heute? Was wäre sonst „schlimmes“ Geschehen? Ich glaube fest daran dass nichts ohne Grund geschieht. Wir lernen aus Fehlern, und unser Charakter bildet sich durch bestimmte Erfahrungen aus. Ich wäre heute nict die die ich bin. Ich hätte nicht den Partner den ich nun habe und sehr liebe!
Ich möchte das was ich nun habe auf keinen Fall eintauschen wollen. Deswegen ist alles gut so wie es ist. Auch wenn Vergangenheit manchmal weh tut. Es ist Vergangenheit! Nicht die Zukunft.
Und die Zukunft können wir jeden Tag neu bestimmen! Jeden Tag wenn wir aufstehen können wir entscheiden in welche Richtung wir gehen wollen. Und ich will mit meinem Schatz zusammen diesen Weg gehen.
Ich bin nun operiert! Habe die ersten Kilos verloren und habe deutlich weniger schmerzen! Ich merke wie ich immer mobiler werde, Stück für Stück. Das alles wäre nun nicht wenn mein Freund mich nicht an die Hand genommen und mit mir diesen Weg gegangen wäre!

Ich Liebe mein Leben!
Und ich weiß das nicht immer alles rosig sein muss.
Es ist unsere Sichtweise. Wir können entscheiden einfach glücklich zu sein.
Auch wenn nicht alles so gut läuft. Einfach Lächeln und an das positive denken!

Januar 2018 – Alles wird sich ändern!

Es ist so weit. So lange habe ich gekämpft geweint, versagt, habe abgenommen, zugenommen, war verzweifelt, war motiviert. Mein Leben lang habe ich mich mit meinem Essverhalten selbst zerstört. Da stehe ich nun bin bald 34 Jahre alt und ENDLICH kommt die Wende. Mein MMK ist durch. Alle Unterlagen sind zusammen und ich habe meinen Termin!
Am 23.1.2018 werde ich einen Magenbypass bekommen!
Mein Leben 2.0 fängt an!
Seit dem 9.1. bin ich in der Eiweißphase und darf nur Shakes und ein klitzekleines bisschen Gemüse zu mir nehmen. Ich habe so in 3 Tagen schon 4 kilo verloren! Bis zur OP werden es also noch einige mehr.

Ich bin so unsabar dankbar!
Und ich bin stolz auf mich! Stolz darauf dass ich diesen Weg gehe, es zulasse und durchziehe!
Ich werde Leben!
Richtig Leben… ohne dieses Gefängnis!

Frust, Angst, Verweiflung. Abnehmen hat 2 Gesichter.

Mal, ist das abnehmen sooo leicht, macht Spaß und man ist sooo motiviert. Und dann gibt es diese Momente wo man alles hinschmeißen will. Die Waage glänzt mit stillstand oder kleinen Zunahmen und man weiß nicht warum. Die Zweifel kommen und die Versagensangst wächst minütlich.

Ich habe gerade so ein Tief. Aber ich hoffe ich komme nun langsam wieder raus.
Fressfantasien. Ganz schlimm. Ich dachte daran mitten in der Nacht Spaghetti zu kochen und heimlich zu essen. Auch am nächsten morgen wollte ich heimlich meiner Sucht nachgeben.
Und da war es. Sucht!
ESSSUCHT. Ich bin süchtig nach essen und in letzter Zeit waren meine Mahlzeiten eher klein.
Ich wurde unzufrieden, war nie richtig satt und in meinem Kopf liefen Bilder ab über Dinge die ich nun in mich reinstopfen könnte.
Heute Nacht ist es passiert. Ich hatte einen Fressanfall. Kein schlimmer, wie man ihn zb. vo Binge Eatern kennt.
Aber ich konnte meinem immensen Hunger nicht mehr aus dem Weg gehen.
Ich lief immer wieder zur Küche und in die Speisekammer. Ging ohne etwas zu nehmen weil mich nichts befriedigte, zumindest nichts was ich ohne Aufwand hätte essen können.

Nach einigen Malen nahm ich mir 2 Mandarinen, wollte mich beruhigen mit etwas was mir kein schlechtes Gewissen macht.
Aber der Hunger blieb. Wieder tingelte ich zur Küche und zurück.
Dann öffnete ich die Wrappackung, die in der Speisekammer lag. Nahm mir einen Wrap, legte eine scheibe Käse hinein und ein vegetarisches Würstchen und packte es in die Mikrowelle.
Da saß ich nun, Nachts, allein in der Küche und aß meine Sünde.

Dann ging ich wieder ins Bett. Noch immer Hungrig.
Ich kämpfte, dachte an diese blöde Schokolade die direkt im Schlafzimmer im Regal lag.
Zigmal sagte ich mir, NEIN Katharina! Du lässt die Finger davon. Das gehört dir nicht, du brauchst das nicht. Ich wand mich, litt und letztendlich gab ich nach.
4 Stücken nahm ich. Das entsprach etwa der Größe von 2-3 Merci. Ich hasste mich augenblicklich. Bekam ein schlechtes Gewissen und schlief, böse auf mich, ein.
Den Gedanken im Kopf, dass ich wenn ich doch einen Magenbypass bekomme, diese Fressattacken niemals aufhören. Es wird der Magen operiert, nicht der Kopf. Ein Satz über den man sehr oft stolpert in der Zeit vor der Op. Und dann bringt doch das alles nichts!?

Heut morgen wollte ich es meinem Freund beichten. Er überhörte es aber irgendwie und dann ließ ich es sein. Aus Scham!
Zum Mittag machte ich dann Vollkornspaghetti für mich, mit Bolognese. Ich habe aus versehen zuviel Spaghetti gekocht. Also aß ich mich damit so richtig voll.
Und siehe da. Der Hunger ist weg! Ich glaube ich platze gleich und bin irgendwie erleichtert. Dieses quälende Gefühl welches mich die letzten Tage so wahnsinnig machte ist weg.
Mein Magen hat zu tun und ich entspanne mehr und mehr.

Das beste an diesem ausartenden Spaghetti futtern ist, ich weiß nun dass mich nur der Hunger quälte, nichts anderes. Nicht mein Kopf!
Ich mache weiter. Werde die Mengen NICHT erhöhen.
Aber ich weiß nun dass dieser quälende Hunger mit der Op verschwinden wird.
Ich habe adipositas, KEIN Binge Eating.

Meine Zuversicht ist wieder da!
Rückschläge gehören nunmal auf diesem beschwerlichen Weg dazu!

Nur ein paar Gedanken

Ich liege im Bett und Er neben mir. Er der soviel Veränderung in mein Leben gebracht hat. Er der mich einfach so liebt. Mit all meinen Handicaps. Er sieht durch sie hindurch und sieht mich. So wie ich bin. Er der mich bei der Hand nimmt und mit mir diesen schweren Weg geht. Er der so vieles tut um mich zum lächeln zu bringen.

Er ist so wunderschön. Jedes Detail an ihm flasht mich. Und die Art wie er mich nimmt wenn es mir nicht gut geht oder irgendwas gerade nicht funktioniert und ich lieber bockig sein will auf ihn, auf mich und die Welt.

Er grinst, schnauft und sieht mich an wie eine Mischung aus Welpe und Kitten, sagt irgendwas total blödes und ich muss auch grinsen. Jeder Versuch weiter bockig zu sein scheitert und ich lache und will ihn nur noch küssen.

Wie sehr ich es genieße wenn er mich dann einfach nur in seine Arme nimmt, mich fest an sich drückt und ich wieder weiß dass alles gut ist.

Und dann während ich diese Zeilen schreibe überlege ich plötzlich wie es sich wohl anfühlt schlank in seinen Armen zu versinken.

Ich bin gespannt.

Es ist 23:39 und ich kann nicht schlafen. Ich höre ihm beim Atmen zu. Und mein IPhone sollte ich nun lieber aus der Hand legen…

Gute Nacht.

Richtig schmecken. Geschmackstest mit Kindern.


Da essen ja eh ein sehr großes Thema bei uns spielt habe ich das ganze mal spielerisch mit meinen Kindern erkundet. Ich möchte dass sie bewusst essen. Sich auf die verschiedenen Geschmäcker einlassen und nicht nur schnell kauen und runter schlucken.

Ich habe also eine Vielzahl von Nahrungsmitteln ausgesucht und jedes Kind, einzeln und mit verbundenen Augen befragt was sie da essen.
Es gab Cranberries, Gurke, Tomate, Apfel, Kiwi, Zimt, Senf, Möhre, grüne Pesto, Karamell, Cornflakes, Röstzwiebeln und grüne Bohnen.
Das meiste habe ich gewürfelt damit man es nicht sofort erkennt.

Bei den Cranberries waren sich alle einig, dass es sich um Rosinen handeln muss. Deswegen gab es nach unserem Test nochmal je eine Cranberry und eine Rosine um die verschiedenen Geschmäcker festzustellen. Das war interessant für die Kinder, denn plötzlich schmeckten die echten Rosinen ganz anders. 😉

Mein Großer erkannte die Möhre nicht und wusste auch sonst nicht was es sein könnte. Mein Jüngster hingegen war sich sicher Blumenkohl zu schmecken.
Alles andere hatten mein großer Sohn und meine Tochter, die mittlere unseres Clans, richtig.
Der Kleine dagegen schmeckte statt Senf, Chilipaste. Statt Karamell erkannte er Schokopudding und statt Tomate, Avocado. Er ist übrigens 8.

 

Die Kinder waren begeistert von dieser Idee und wollen das auf jedenfall wiederholen.
Das werden wir auch, schließlich braucht mein Jüngster noch etwas Übung. 😉

 

 

Ich schaffe es eh nie!

In meiner supertolle Gruppe die sich aus der Verhaltenstherapie Gruppe entwickelt hat, ist nun eine kurz davor ihren lang ersehnten Termin für die Op zu bekommen. Ich freue mich für sie. Wirklich. Aber mich zieht das sooo runter.
Ich habe direkt die ganzen bösen Gedanken im Kopf die mir sagen “ Ich schaffe das eh nie“ Ich werde doch sowie so nie operiert“ „Ich werde eh nie schlank sein“ „Ich kriege das doch eh nie auf die Reihe“ „Ich werde wenn überhaupt, die allerletzte von uns sein die operiert wird“
Usw.
Mich macht das fertig. Der Umstand um 3 Monate zurück geworfen worden zu sein weil ich den Helicobacter Pylori in mir trage ist schon mist. Und nun fehlt mir noch hier was und da was um den Termin endlich zu bekommen.

Ich WILL nicht mehr! Ich möchte endlich ICH sein. Mich entfalten. Von der Raupe zum Schmetterling.
Ich will Leben. JETZT! =(